Zoo in Rom (Bioparco)

geschrieben von am 26. Mai 2020 in Rom mit Kindern mit aktuell keine Kommentare

Zoo in Rom. Ich weiß, was einige von euch jetzt denken werden. Warum soll ich mir ausgerechnet den Zoo in Rom anschauen, wenn die italienische Hauptstadt doch so einen unfassbaren Reichtum an Geschichte, Kultur und Kunst bietet wie keine andere? Die Antwort ist ganz einfach. Weil es sich lohnt! Und das gilt übrigens nicht nur für diejenigen unter euch, die mit Kindern nach Rom reisen. Der Bioparco, der zoologische Garten Roms, ist nämlich der älteste Zoo in Europa, in dem Tiere aus den 5 Kontinenten „heimisch“ sind. Viel mehr als ein Zoo ist die Mission des Bioparco die Erhaltung bedrohter Arten. Es ist wichtig zu lernen, die Natur zu respektieren. Alles, was ihr für den Besuch im Zoo von Rom wissen solltet, das verrate ich euch im folgenden Artikel.

Der Bioparco in der Villa Borghese: Infos und Tipps rund um den Zoo in Rom

Was ist das besondere am Zoo in Rom?

Der Biopark befindet sich im Zentrum des „grünen Herzens“ der Hauptstadt, dem Park der Villa Borghese, und ist ein Ort, der die jungen Besucher aufklären und einbeziehen soll, wobei gleichzeitig auch die Bedürfnisse der Tiere respektiert und geachtet werden. Genaugenommen ist der Zoo in Rom übrigens gar kein Zoologischer Garten, sondern ein Tierpark, der zu Beginn des letzten Jahrhunderts entstanden ist, daher auch der Name Bioparco. Er zeichnet sich durch große Grünflächen, mit Gräben, Kanälen und viel Platz als Ersatz für die Gitterstäbe aus und sehr suggestive Landschaftsarchitektur wie Wasserfälle und Felsstufen.

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Schon am Eingang des Zoos in Rom kann man merken, dass es sich hier nicht um einen einfachen Zoo handelt. Der Eingang ist in der Tat monumental. Ein großer Marmorbogen, mit riesigen Tierstatuen über der Struktur. Der erste Masterplan des Bioparco stammt aus dem Jahr 1911. Die Richtlinien für die städtebauliche Gestaltung und die Architektur sind bis heute nahezu unverändert geblieben. Weitere Gebäude des Bioparks stammen aus dem Jahr 1933 und harmonieren perfekt mit den vorhergehenden Gebäuden. Die den Tieren gewidmeten Bereiche sind groß und die Tiere können sich in ihnen bewegen, sogar „verstecken“, wenn sie sich ausruhen wollen. Denn sie sind keine „Museumsstücke“, sondern Geschöpfe, die geschützt und respektiert werden müssen.

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Welche Tiere kann ich im Zoo von Rom sehen?

Die ersten Tiere, die man am Eingang des Pioparco in der Villa Borghese trifft, sind bereits zwei Raritäten. Die Schnee-Eule mit ihren weißen Federn und das Gürteltier, das sofort die Aufmerksamkeit der Kinder auf sich zieht. Insgesamt beherbergt der Zoo von Rom bzw. der Biopark mehr als 1.100 Tiere, von 200 Tierarten, darunter Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien aus allen fünf Kontinenten. Der Bioparco di Roma verfolgt die Erhaltung gefährdeter Arten durch Sensibilisierungsmaßnahmen, die Teilnahme an internationalen Naturschutz-Kampagnen und europäische Zuchtprogramme in Gefangenschaft.

Um nur ein paar Highlights zu nennen. Diese Tiere könnt ihr im Zoo von Rom bewundern: Anacondas, Löwen, Leoparden, Tiger, Braunbären, Schimpansen, Lemuren, Kängurus, Giraffen, Elefanten, Komodowarane und viele viele mehr.

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In welche verschiedenen Bereiche ist der Bioparco, der Zoo in Rom, aufgeteilt?

Der Biopark von Rom ist in mehrere Bereiche unterteilt, die alle zum Besichtigen und Experimentieren einladen. Die wichtigsten und beliebtesten sind die folgenden:

1. Das Löwengehege

Das ursprüngliche Löwengehege im Zoo von Rom stammt aus dem Jahr 1911, aber 2001 komplett restauriert und eingeweiht und auf die vierfache Größe erweitert und mit einem für die Öffentlichkeit nicht einsehbaren Außenbereich ergänzt, der der Privatsphäre der Tiere dienen soll.

2. Das Reptilienhaus

Das Reptilienhaus des Bioparco ist ein Schutzzentrum für Reptilien, Amphibien und wirbellose Tiere mit dem Ziel, die Besucher für den illegalen Handel mit Fauna und Flora zu sensibilisieren. 98% der Tiere in der Einrichtung stammen aus Beschlagnahmungen und Konfiszierungen durch die Polizei.

3. Die Großvoliere des Bioparks

1935 vom Architekten De Vico erbaut, besteht sie vollständig aus Edelstahl und ist einzigartig wegen ihrer Größe und Form, die es selbst den größten Vögeln ermöglicht, lange Zeit ohne Unterbrechung zu fliegen und den Besuchern ein einzigartiges Erlebnis zu bieten.

4. Das Tal der Bären

Den Bären steht eines der größten Gebiete des Bioparks von Rom mit seinen 3500 Quadratmetern zur Verfügung: Das „Tal der Bären“, das im Jahr 2000 erbaut wurde. Im großen Außenbereich speist ein Wasserfall einen Bach, der in ein großes Becken zwischen natürlichen Felsen fließt. Die Besucher, egal ob groß oder klein, können die Bären durch zwei große Fenster beobachten, auch im Wasser schwimmend, da die Glasfront den Blick unters Wasser ermöglicht.

5. Das Giraffenhaus

Das auffällige Giraffenhaus, das 1926 im perfekten maurischen Stil erbaut und in den 70er Jahren mit der eindrucksvollen smaragdgrünen Kuppel gekrönt wurde, ist kaum zu übersehen. Erst kürzlich wurde es restauriert und technologisch angepasst und um einen Ausstellungsraum ergänzt, in dem die Besucher die Geheimnisse der Savannen kennen lernen können.

6. Das Schimpansen Dorf

Das neue Schimpansengehege umfasst einen multifunktionalen Bereich von etwa 2450 Quadratmetern, der sich in dem Gebiet zwischen der Großen Voliere und den Reptilien befindet. Der Außenbereich für die sympathischen Primaten ist durch die Landschaftsgestaltung mit natürlichen Bäumen, Stämmen, Plattformen, Lianen und Seilen bereichert. Ein Wasserfall mit einem Wasserschleier und ein kleiner Bach runden das Ambiente ab.

7. Das Gebiet der Lemuren

Den Lemuren, einer vom Aussterben bedrohten Primatengruppe, die nur in Madagaskar lebt, sind über 600 Quadratmeter des Parks gewidmet. Spätestens seit dem Film Madagascar sind sie zum Liebling vieler Besucher geworden. Ihr Bestand ist leider stark durch den Verlust und Zerstörung ihres Lebensraums, Wilderei sowie illegalen Tier- und Fellhandel bedroht ist.

8. Die Oase am See

Im Bioparco in Rom gibt es die sogenannte Oasi del Lago, die Oase am See. Es ist ein Bereich, der für Picknicks und Kinderspaß rund um einen kleinen See ausgestattet ist.

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Wie sind die Öffnungszeiten für den Zoo in Rom?

  • 1. Januar – 27. März: 09.30 – 17.00 Uhr
  • 28. März – 25. Oktober: 09.30 – 18.00 Uhr
  • 26. Oktober – 31. Dezember: 09.30 – 17.00 Uhr
  • Verlängerte Öffnungszeiten gibt es im Zeitraum vom: 28. März – 27. September: 09.30 – 19 Uhr (Jeweils aber nur an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen)

Besondere Hinweise:

  • Der letzte Einlass ist 60 Minuten vor Parkschluss
  • Hunde oder andere Tiere dürfen nicht mitgebracht werden, mit Ausnahme von Hunden, die blinde Menschen begleiten.

  • Um die Bedürfnissen der Tiere bestmöglich zu respektieren, werden die folgenden Abteilungen jeweils bereits vor Schließung geschlossen:

    • Wildkatzen: (Löwen, Luchse, Leoparden, Tiger): 60 Minuten vor Parkschluss

    • Schimpansen: 45 Minuten vor Parkschluss

    • Giraffen, Bären, Elefanten: 30 Minuten vor Parkschluss

    • Reptilien: 60 Minuten vor Parkschluss

Wie teuer ist der Eintritt für den Zoo in Rom?

Für einen Erwachsenen kostet das Ticket 16 Euro, für Kinder 13 Euro. Kinder, die jünger als 10 Jahre oder kleiner als einen Meter sind, geniessen freien Eintritt zum Zoo in Rom.

Wie komme ich am besten zum Zoo in Rom?

Der Weg zum Zoo in Rom ist nicht schwer. Er befindet sich direkt hinter dem bekannten Park der Villa Borghese, ein Areal, das mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Zentrum aus ganz ohne Probleme zu erreichen ist. In der Nähe fahren die Straßenbahn (Nummer 19), mehrere Busse (3, 52, 53, 926, 217, 360, 910), die U-Bahn (rote Linie, Flaminio Station oder Spanien). Auf der Seite der Atac, der römischen Verkehrsbetriebe, könnt ihr euch die einfachste Route mit den öffentlichen Verkehrsmitteln berechnen lassen.

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Welche Services gibt es im Zoo von Rom?

Die Struktur des Bioparco di Roma ist sehr gut ausgestattet. Es gibt eine Bar, ein Restaurant, einen Souvenirshop, mehrere Picknickplätze sowie Toiletten. Außerdem gibt es den Bioparco Express, einen kleinen Zug, der durch das gesamte Gelände des Zoos fährt. Selbstverständlich ist der gesamte Zoo kinderfreundlich und bietet interaktive Informationstafeln mit denen die Kinder selbstständig interagieren und lernen können.

Gibt es weitere Tipps zur Besichtigung des Zoo in Rom?

Bei so vielen Tieren (mehr als 200 Arten) ist es besonders für diejenigen, die Kinder im Schlepptau haben, praktisch, sich auf die Karte zu konzentrieren und sich vorab auf eine Routen festzulegen. Am besten ist es, wenn ihr diese Route gemeinsam mit euren Kindern bestimmt und sie eng in die Routenplanung mit einbezieht. Denn die Strecken und Wege von Gehege zu Gehege in diesem großen Areal können schon Mal länger dauern. Da ist die Aussicht auf das Lieblingstier eine tolle Motivation für laufmüde Kinder.

Nun, da die wichtigsten Fragen rund um den Zoo in Rom beantwortet sind, bleibt mir nicht mehr viel übrig als euch bei eurem Besuch im Bioparco der Villa Borghese viel Spass zu wünschen!

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