Rom im Winter

geschrieben von am 28. Oktober 2019 in Wissenswertes & Tipps mit 1 Kommentar

Rom im Winter. Die meisten von euch werden Italien vermutlich mit dem Sommerurlaub in Verbindung bringen, oder? Aber wusstet ihr, dass es in der Ewigen Stadt auch im Winter unheimlich viel zu entdecken gibt? Der grosse Vorteil ist, dass der römische Winter bei Weitem nicht so kalt ist, wie wir es von Deutschland her kennen: Bei etwa 10° C lässt sich die Stadt auch in der vermeintlich kalten Jahreszeit wunderbar erkunden – und das ganz ohne Frostbeulen. Warum sich eine Reise nach Rom im Winter besonders lohnt und was ihr auf keinen Fall versäumen solltet, das verrate ich euch jetzt!

Winterzauber in Rom: 10 Tipps für euren Städtetrip nach Rom im Winter

Rom im Winter: 1. Genießt die Ruhe der Nebensaison

Keine Frage, Rom ist und bleibt ein absoluter Touristenmagnet. Ganz für euch allein werdet ihr die Ewige Stadt also nicht haben auch nicht in der Nebensaison, zu der der Winter zählt. Wenn ihr euren Romurlaub nicht gerade über Weihnachten oder Silvester plant, dann werdet ihr in den Wintermonaten aber deutlich weniger Touristen als sonst antreffen. Das erspart euch nicht nur lästige Wartezeiten, sondern macht den Stadtbummel und die Sightseeingtour wesentlich entspannter. In einer lauen Winternacht Anfang Dezember stand ich tatsächlich das erste Mal völlig alleine vor der beleuchteten Fontana di Trevi, vor der sich sonst die Touristenmassen gerade zu tummeln. Ein unvergessliches Erlebnis, von dem man in der Hochsaison nur träumen kann und ein klarer Pluspunkt für den Winter!

2. Lasst euch verzaubern vom Lichterglanz Roms

Winterzeit ist meist auch Weihnachtszeit, daher könnt ihr im Winter Rom in einem ganz eigenem Licht erleben, denn Lichterketten, dekorierte Schaufenster und geschmückte Tannenbäume zieren die Stadt. Insbesondere in Roms Altstadt rund um die Piazza di Spagna sind die Straßen festlich beleuchtet wie z.B in der Via Condotti. Opulente Weihnachtsbäume stehen unter anderem vor dem Altare della Patria (Piazza Venezia), dem Kolosseum und auf dem Petersplatz.

3. Bummelt über Roms (Weihnachts-) Märkte

Wusstet ihr, dass an der Piazza Navona im Herzen von Roms Altstadt jedes Jahr ein Weihnachtsmarkt stattfindet? Auch in Rom könnt ihr euch die kalte Jahreszeit mit Glühwein und gebrannten Mandeln versüßen. Falls ihr nicht so der Weihnachtsmarkt-Typ seid, oder außerhalb der Weihnachtszeit in Rom seid, dann schaut doch einfach auf dem Markt des Campo dei Fiori (nur wenige Minuten fußläufig von der Piazza Navona entfernt) vorbei. Die Piazza dei Fiori wird jeden Morgen (außer sonntags) in einen malerischen farbenfrohen Marktplatz umgewandelt. Zu kaufen gibt es neben Blumen, Kräutern, Obst und Gemüse, regionalen Käse- und Wurstspezialitäten, aber auch allerlei Andenken – nicht nur kulinarischer Natur.

4. Besucht den Orangengarten auf dem Aventin

Einen Garten besuchen und das mitten im Winter? Ich weiß was ihr jetzt vielleicht denkt, aber der Orangengarten (Giardino degli aranci) auf dem Hügel Aventin ist kein gewöhnlicher Garten und ist auch im Winter ein Highlight. Zum einen, weil Orangen ausgerechnet im Winter Saison haben und die Bäume zieren, zum anderen, weil ihr dort eine fabelhafte Aussicht auf die Dächer Roms und die Kuppel des Petersdoms genießen dürft.

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Der Giardino degli Aranci ist von Oktober bis Februar im Zeitraum von 7:00 Uhr bis 18:00 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist kostenlos. Ihr erreicht den Orangengarten mit den Bussen 81, 160, 628 (via della Greca) oder aber nach einem circa 5-minütigen Spaziergang von der Haltestelle Circo Massimo der Metrolinie B. Der Zugang zu dem Park ist über Piazza Pietro d’Illiria, Via di Santa Sabina oder Clivio di Rocca Savella möglich.

5. Besichtigt Roms Kirchen und Krippen

Kirchen gibt es in Rom wie Sand am Meer. Die Big Five der römischen Kirchen, also die Basilica di San Pietro, San Giovanni in Laterano, San Paolo Fuori le Mura, Santa Maria Maggiore und das Pantheon (Ja, auch das Pantheon ist eine Kirche) werden hoffentlich ohnehin auf euren Bucket Listen stehen. Vor allem im Winter zur Weihnachtszeit, solltet ihr euch das ein oder andere unbekannte Gotteshaus auch mal von innen anschauen. Denn in den meisten Kirchen sind nun teilweise sehr opulente Krippen aufgebaut, die (Vor-)Weihnachtsstimmung aufkommen lassen.

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Eine typisch Neapolitanische Krippe findet ihr zum Beispiel in der Basilica dei Santi Cosma e Damiano, Via dei Fori Imperiali, 1 (zwischen Kolosseum und dem Altare della Patria). Ein weiteres Juwel der Krippenkunst verbirgt sich in der Kirche Santa Maria in Via in der Via del Mortaro 24, gleich um die Ecke der berühmten Fontana di Trevi. Die ganzjährig ausgestellte neapolitanische Krippe mit Statuen von 1700 ist vollständig im Rom des 19. Jahrhunderts situiert.

6. Verbringt einen Abend in der Oper

Ein Besuch in der Oper ist ohnehin ein besonderes Erlebnis. In einer Stadt wie Rom, die man Kunst, Kultur und Geschichte an jeder Ecke spüren kann, im Opernhaus italienischen Opernarien zu lauschen, macht diese Erfahrung sicherlich noch außergewöhnlicher. Das Opernhaus in Rom sieht von außen zwar eher unscheinbar aus, wartet innen aber mit den typisch barocken roten Samtsitzen und Goldverzierungen auf. Beste Voraussetzungen für einen Winterabend, den ihr garantiert nicht so schnell vergessen werdet.

Das Teatro dell’Opera di Roma an der Piazza Beniamino Gigli 7 ist nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Karten könnt ihr im Voraus online bestellen, teilweise gibt es Plätze (mit eingeschränkter Sicht) für gerade mal 25,00 Euro.

7. Shoppen und Schlemmen bis der Arzt kommt

In einer Stadt wie Rom ist dem Shopping-Vergnügen keine Grenzen gesetzt, das gilt zu jeder Jahreszeit. Ausführliche Tipps wo es sich in Rom am besten shoppen lässt, habe ich in einem separaten Artikel bereits zusammengefasst. Für die Winterzeit habe ich aber noch einen ganz besonderen Tipp für euch auf Lager, bei dem auch der ärgste Shopping-Muffel unter euch ganz auf seine Kosten kommt – sogar im wahrsten Sinne des Wortes! Auf ins Eataly in Rom! Das Eataly Kaufhaus in Rom ist ein Kulinarik Tempel, der sich über sage und schreibe 17.000 Quadratmeter erstreckt. Also vier Etagen gefüllt mit allem, was die Italienische Küche so zu bieten hat und noch vieles mehr. Ein wahrer Palast für Feinschmecker, Foodies und alle, die es werden wollen. Neben einer immensen Auswahl an möglichen Mitbringseln (und Weihnachtsgeschenken?) gibt es auch jede Menge Stände und eine grosse Auswahl an Restaurants und Imbissen.

Das Eataly findet ihr auf der Piazzale XII Ottobre 1492; direkt am Bahnhof Ostiense. Mit der Metro fahrt ihr bis zur Haltestelle Piramide (Linie B) und nehmt dort die (sehr lange) Unterführung, die euch direkt zum Bahnhof Ostiense bringt. Die Öffnungszeiten von Eataly sind täglich von 10:00 Uhr bis Mitternacht.

8. Cool bleiben in der Ice Bar Roma

Die wahrscheinlich coolste Bar der Ewigen Stadt ist wohl der Ice Club Roma in der Via Madonna dei Monti 18/19 (Metro Linie B bis zur Haltestelle Cavour). Falls euch der römische Winter dann doch etwas zu mild sein sollte, könnt ihr euch im Ice Club ganz schnell etwas abkühlen.

Das Besondere an der Ice Bar ist, dass in ihrem Inneren Temperaturen von minus 5 °C herrschen und sowohl der Tresen, die Sitzmöglichkeiten als auch die Deko der Bar aus Eisskulpturen bestehen. Der Eintritt in diese eisige aber einzigartige Winterlandschaft kostet 15 Euro pro Person ein Drink sowie ein Kälteschutzmantel ist bereits inklusive.

9. Die sixtinischen Kapelle bestaunen

In der Sixtinischen Kapelle in den Vatikanischen Museen könnt ihr weltbekannte Kunstwerke bestaunen. Generell ist in den Wintermonaten von November bis Februar auch im Vatikan etwas weniger los – Weihnachten und Silvester natürlich ausgenommen. Daher ist jetzt der ideale Zeitraum für einen Besuch in den Vatikanischen Museen. Spart euch die Zeit in der Warteschlange und nehmt sie euch dafür, um euch die detailreichen Deckenfresken von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle genau anzuschauen.

Vatikanische Museen Rom - Sixtinische Kapelle

10. Probiert Panettone und Pandoro – am besten hausgemacht

Für die meisten Deutschen sind Stollen, Spekulatius, Plätzchen, Makronen und co. die typischen Leckereien, die die Winterzeit versüßen. In Italien hingegen sind Panettone und Pandoro die süßen Klassiker in der kalten Jahreszeit. Beide sind aus Hefeteig. Im Gegensatz zum Panettone enthält der etwas leichtere Pandoro traditionell aber weder Rosinen, noch kandierte Früchte und wird von außen mit Puderzucker bestäubt. Eigentlich stammt das luftige Hefegebäck aus dem Norden Italiens, mittlerweile ziert es aber die Supermärkte im ganzen Land. Da ist Rom natürlich keine Ausnahme. Besser schmeckt’s aber frisch aus der Bäckerei; bzw. vom Pasticciere oder Forno.

Im Antico Forno Roscioli in der Via dei Chiavari 34 (ganz zentral zwischen Largo di Torre Argentina und dem Campo dei Fiori gelegen) könnt ihr die hausgemachte Variante der beiden Klassiker kosten und entscheiden, ob ihr eher der Pandoro oder der Panettone Typ seid.

Ihr seht Rom ist auch im Winter allemal eine Reise wert. Also packt den Wintermantel ein und begebt euch auf eure eigene Entdeckungsreise ins winterliche Rom!

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