Kapitolinische Museen in Rom

Kapitolinische Museen Rom. Die Kapitolinischen Museen sind ein Museumskomplex der Stadt Rom und bestehen heute aus mehreren Antikensammlungen und Kunstgalerien.

Neben den Vatikanischen Museen zählen sie zu den wichtigsten Museen der italienischen Hauptstadt und hüten einige der berühmtesten Wahrzeichen Roms wie die Kapitolinische Wölfin oder die Kolossalstatue Konstantins. Damit ihr bei eurem Besuch der Kapitolinischen Museen in Rom gut vorbereitet seid, habe ich für euch die wichtigsten Infos im folgenden Artikel zusammengestellt.

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Kapitolinische Museen Rom: Tipps, Infos, Preise und Öffnungszeiten

Kapitolinische Museen Rom: Das wahrscheinlich älteste Museum der Welt

Die Kapitolinischen Museen sind die ältesten öffentlichen Museen der Welt und die wichtigsten städtischen Museen in Rom. In ihren Mauern befinden sich sowohl antike Werke, die auf das antike Rom zurückgehen, als auch Gemälde großer europäischer Maler.

Noch dazu liegen sie in der schönen Umgebung auf dem legendären Kapitolshügel – einem der sieben Hügel, auf denen Rom erbaut wurde – und lassen sich zu Fuß wie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wunderbar erreichen. Wenn ihr für ein paar Tage oder nur für ein Wochenende in der Ewigen Stadt seid, dann solltet ihr die Kapitolinischen Museen in Rom unbedingt in euer Programm aufnehmen. Ihr werdet garantiert nicht enttäuscht sein!

Rom Kapitolinische Museen von vorne

Der Museumskomplex erstreckt sich über mehrere Gebäude: Den Palazzo dei Conservatori (dem Konservatorenpalast) und den Palazzo Nuovo. Der Konservatorenpalast liegt auf der rechten Seite der Piazza di Campidoglio (wenn ihr von der Treppe auf die Piazza gelangt). Gegenüber von ihm liegt der Palazzo Nuovo. Beide sind durch einen unterirdischen Gang verbunden. Dieser liegt unterhalb des Senatorenpalast, dem dritten Gebäudes auf der Piazza. Darüber erreicht ihr auch das Tabularium, das Staatsarchiv der antiken Römer. Der Haupteingang sowie der Ticketschalter liegen übrigens im Konservatorenpalast auf der rechten Seite.

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Praktische Infos

Öffnungszeiten

  • Der Museumskomplex ist täglich von 9.30 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet. Am 24. und 31. Dezember von 9.30 Uhr bis 14 Uhr. Am 1. Januar von 14 Uhr bis 20 Uhr. Die Kassen schließen jeweils schon immer eine Stunde vorher.
  • Am 1. Mai sowie am 25. Dezember bleiben die Kapitolinischen Museen geschlossen.

Ticketpreise

Das Ticket für die Kapitolinischen Museen in Rom und sämtliche begleitenden Ausstellungen kostet:

  • Für Erwachsene 16 Euro

  • 14 Euro für Studenten sowie Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 25 Jahren

  • Kinder unter 6 Jahren und Senioren zahlen 2 Euro

Finden keine begleitenden Ausstellungen und/ oder Veranstaltungen statt, dann reduzieren sich die Ticketpreise wie folgt:

  • Erwachsene: 11,50 Euro

  • Ermäßigt: 9,50 Euro

Einen Videoguide gibt es für 6 Euro in den Sprachen Italienisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Russisch. Audioguides in den Sprachen Italienisch und Englisch kosten 4 Euro. Für Kinder und Familien gibt es einen speziellen kinderfreundlichen Audioguide durch die Kapitolinischen Museen. Ein Service speziell für „kleine Besucher“: Hier ist es der große Kaiser Marcus Aurel höchstpersönlich, zusammen mit seinem Ross Lightning, der die Kinder in den Museen willkommen heißt und durch die Ausstellung führt (empfohlenes Alter: 6-12 Jahre).

Wie alles begann…

Die Kapitolinischen Museen gelten als die ersten Museen der Geschichte. Alles begann 1471, als Papst Sixtus IV. della Rovere beschloss, dem römischen Volk ein paar Statuen von großem symbolischen Wert zu schenken. Zu diesen gehörte die Kapitolinische Wölfin und der Spinario. Das ist eine berühmte griechische Skulptur des Jungen „Spinario“, der sich eine Dorne aus dem Fuß entfernt, und das kolossale Haupt von Konstantin.

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Die Skulpturen befanden sich zunächst an der Außenfassade und im Innenhof des Palazzo dei Conservatori. Und in kurzer Zeit wurde der ursprüngliche Kern durch spätere Ankäufe von Funden aus städtischen Ausgrabungen bereichert, die eng mit der Geschichte des alten Roms verbunden waren. Die Wahl des Ortes war daher nicht zufällig. Der Campidoglio wurde gewählt, der Hügel, der das Zentrum des administrativen und religiösen Lebens des antiken Roms beherbergte.

Diese Highlights solltet ihr nicht verpassen!

Die Kapitolinische Wölfin

Die Geschichte der Wölfin, die sich zwei Waisenkindern am Tiberufer annimmt, sie in ihre Höhle schleppt und säugt ist so legendär, dass ihr sie bestimmt schon gehört habt. Die Zwillinge, die von der Wölfin adoptiert wurden, sind Romulus und Remus.

Romulus wird später zum legendären Begründer der Stadt Rom. Alles andere ist Geschichte. Die Wölfin der Kapitolinischen Museen ist seit Jahrhunderten das Symbol Roms. Die Kapitolinischen Museen zu besuchen, ohne anzuhalten, um sie zu bewundern, ist, als würdet ihr nach Paris fahren, ohne auf den Eiffelturm zu steigen.

Kolossalstatue Konstantins des Großen

Genau genommen handelt es sich bei der Kolossalstatue Konstantin des Großen nicht wirklich um eine Statue, sondern um ihre Überreste. Gut erkennbar sind der Kopf, eine Hand sowie der linke Fuß. In Rom nennt man den Fuß auch „er piedone“, „big foot“. Nur wenige von denen, die die Kapitolinischen Museen in Rom besuchen, kennen die Geschichte hinter dieser gigantischen Skulptur wirklich.

Es handelt sich dabei nämlich um die Überreste einer zwölf Meter hohen Marmorstatue von Kaiser Konstantin, der ab 306 n. Chr. römischer Kaiser war. Um seinen Sieg in der Schlacht von Ponte Milvio zu symbolisieren und gebührend zu feiern, ließ der Kaiser die riesige Statue von sich errichten. Ursprünglich stand die Marmorstatue des Kaiser Konstantins in der Maxentius-Basilika, die sich in den Foren befand.

Die Reiterstatue von Marcus Aurelius

Ein weiteres Highlight der Kapitolinischen Museen in Rom ist die Reiterstatue von Marcus Aurelius. Sie ist allein schon deshalb so bedeutsam, weil es die einzige bronzene Reiterstatue ist, die uns in einem Stück erhalten geblieben ist und seit der Antike nie „verloren“ gegangen ist. Marcus Aurelius ist als einer der besten Kaiser des Römischen Reiches in die Geschichte eingegangen. Er war wegen seiner Ausgewogenheit berühmt. Genau dieses Gleichgewicht spiegelt sich in seiner Mimik, Gestik und der ausbalancierten Haltung auf dem Pferd wieder.

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Die Statue des Marcus Aurelius stand lange Zeit mitten auf dem Kapitol in der Mitte des Platzes, einem der schönsten Plätze Roms, der von Michelangelo entworfen wurde. Sie blieb dort bis in die 1970er Jahre, als man nach einem Anschlag, feststellte, dass das Wetter das Denkmal durch den sauren Regen irreparabel ruiniert hat. Daher wurde die Reiterstatue restauriert und ins Innere der Kapitolinischen Museen verlegt, wo ihr sie in ihrer ganzen Pracht bewundern könnt. Die Statue, die in der Mitte des Platzes aufgestellt ist, ist lediglich eine Kopie.

Das Tabularium

Ein weiteres Highlight der Kapitolinischen Museen in Rom ist das Tabularium und die herrliche Aussicht auf das Forum Romanum von dem Gang, der die beiden Palazzi des Museums miteinander verbindet.

Das Tabularium war das ehemalige Staatsarchiv des römischen Reichs. Dort wurden die Gesetze, Edikte und Verträge, die damals noch auf Tafeln (daher auch der Name von Tabula = Tafel) verfasst wurden, aufbewahrt.

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Das sind nur einige der vielen eindrucksvollen Exponate, die ihr in den Kapitolinischen Museen in Rom bestaunen könnt. Es sind aber noch so viele mehr, die ich hier nicht alle aufzählen kann. Insgesamt solltet ihr für einen entspannten Museumsbesuch etwa drei Stunden Zeit einplanen. So habt ihr genug Zeit, die Meisterwerke der klassischen Kunst zu entdecken, vom etruskisch-republikanischen Rom bis zum späten Kaiserreich, in der Gemäldegalerie (der Pinakothek) die Kunstwerke des barocken Roms bewundern und ausgiebig den Ausblick vom Tabularium auf das Forum Romanum zu genießen.

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