Petersdom Rom besuchen: Eintritt, Öffnungszeiten, Tickets, Tipps & Infos!

Tipps und Infos zum Petersdom in Rom, zu Eintritt, Tickets, Öffnungszeiten und der Kuppel findet ihr in diesem Artikel, inkl. zahlreicher Bilder! Der Petersdom in Rom ist eine von vier römischen Papstbasiliken. Mit bis zu 20 Millionen Besuchern jährlich zählt der Petersdom in Rom zu den 10 meist besuchten Sehenswürdigkeiten weltweit. Das sind durchschnittlich rund 55.000 Besucher pro Tag. Bei der meist besuchten Papstaudienz waren 91.000 Gläubige dabei.

Petersdom in Rom: Die größte Kirche der Welt

Der Petersdom in Rom ist die größte Kirche der Welt. Auch die Basilika Notre Dame de la Paix an der Elfenbeinküste wird in diesem Zusammenhang oft genannt. Ihre Außenfläche ist größer als die vom Petersdom, aber innen ist sie vergleichsweise kleiner. Im Petersdom haben 60.000 Menschen Platz, in der Notre Dame de la Paix nur 18.000.

Petersdom Rom

Petersdom und Petersplatz gehören zum Staatsgebiet des Vatikanstaats. Neben der Gendarmerie des Vatikanstaats und der Schweizer Garde sind auf dem Petersplatz jedoch aufgrund entsprechender Abkommen auch italienische Polizeikräfte tätig.

Petersdom in Rom: Anfahrt, Zugang und Adresse

Der Petersdom in Rom ist unter dieser Adresse zu finden: Piazza San Pietro, 00120 Città del Vaticano, Vatikanstadt.

Für den Zugang zum Petersdom muss man eine Sicherheitskontrolle passieren. Diese Sicherheitskontrolle befindet sich an normalen Tagen auf der rechten Seite des Petersplatzes am Ende der Säulen des Bernini. Je nach Besucherandrang kann es auch mehr als eine Stunde dauern, bis man die Sicherheitskontrolle passiert. Getränke und Regenschirme kann man mitnehmen. Mit Messern, auch kleinen Taschenmessern und anderen gefährlichen Gegenständen bekommt man keinen Zugang zum Petersdom.

Zugang zum Petersdom für Personen mit Behinderung

Personen mit Behinderung und ein Begleiter können den bevorzugten Zugang zur Sicherheitskontrolle am Petersdom kostenlos benutzen.

Sicherheitskontrollen Vatikan Rom

Er befindet sich hinter den rechten Säulen des Bernini hinter dem dort befindlichen Gebäude mit dem Postamt des Vatikans. Im Besucherzentrum auf der rechten Seite des Petersdom befindet sich ein Aufzug, mit dem man auf die Ebene der Basilika hinauffahren kann.

Petersdom Rom Öffnungszeiten: Wann hat der Petersdom in Rom geöffnet?

Der Petersdom ist grundsätzlich an jedem Tag im Jahr geöffnet. Allerdings ist der Zutritt manchmal nur mit Reservierung möglich, zum Beispiel zu den Messen des Papstes. Auch während den Generalaudienzen des Papstes auf dem Petersplatz ist der Petersdom geschlossen. In diesen Fällen ist es auch nicht möglich, die Kuppel des Petersdom und die Grotten zu besichtigen.

Papstbesuch Rom

Mehr Infos zu den Petersdom Öffnungszeiten sowie zu den Öffnungszeiten des Petersplatz und den vatikanischen Museen findet ihr in einem eigenen Artikel:

Mehr Infos zu den Öffnungszeiten (Petersdom, Petersplatz, etc.)

Petersdom Rom Eintritt: Wieviel kostet der Eintritt in den Petersdom in Rom?

Der Eintritt im Petersdom in Rom ist kostenlos. Solltet ihr euch für eine Tour durch den Petersdom entscheiden oder eine geführte Tour durch den Vatikan inkl. einem Besuch des Vatikans, benötigt ihr ein Ticket. Mehr Infos zum Petersdom Eintritt und den Eintrittspreisen zum Petersplatz und den vatikanischen Museen findet ihr in diesem Beitrag:

Petersdom Rom Anstehen: Wie kann ich Warteschlangen am Petersdom vermeiden?

Es gibt drei Möglichkeiten, wie man die teils langen Warteschlangen am Petersdom in Rom vermeiden kann:

  • Ihr besucht den Petersdom vor 9 Uhr morgens.
  • Ihr bucht ein Ticket für den bevorzugten Zugang zu den Sicherheitskontrollen. Der bevorzugte Eingang zu den Sicherheitskontrollen befindet sich wie bereits gesagt innerhalb des rechten Säulengangs des Bernini hinter dem Postamt.
  • Ihr bucht eine Führung durch die Vatikanischen Museen mit direktem Zugang zum Petersdom.

An den Tagen der Generalaudienz am Mittwoch sowie bei Papstmessen und vor dem Angelus am Sonntagmittag werden zusätzliche Sicherheitskontrollpunkte unter den Säulen des Bernini aktiviert. Für diese Zeiten kann man keinen bevorzugten Zugang zur Sicherheitskontrolle buchen.

Petersdom Rom Tickets: Wo gibt es Tickets für den Petersdom?

Als ich den Petersdom das letzte Mal besucht habe, habe ich eine morgendliche Führung durch die vatikanischen Museen gebucht, die mich durch die privaten Museen der Päpste, die sixtinische Kapelle und zum Schluss in den Petersdom geführt hat.

Vatikanische Museen in Rom

Alles ohne Warten, Anstehen und zu einer Zeit, wo noch nicht all zu viele Besucher unterwegs sind. So eine Führung kann ich jedem nur empfehlen und ich würde sie immer wieder buchen!

Petersdom Rom: Kleiderordnung im Petersdom in Rom

Für den Besuch des Petersdom gilt die Kleiderordnung für den Besuch sakraler Stätten. Schulter und Knie müssen bedeckt sein. Zum Bedecken der Schultern kann man sich auch mit einem Schal aushelfen. Hält man sich nicht an diese Vorschriften, wird einem der Zutritt zum Petersdom leider verwehrt.

schweizer-garde-im-vatikan-in-rom

Im Besucherzentrum befinden sich sanitäre Anlagen und eine Aufbewahrung für Gegenstände. Hier kann man zum Beispiel Kinderwagen oder andere Gegenstände abgeben.

Petersdom Rom Bau: Infos zum Gebäude

1. Petersdom Rom: Die Fassade des Petersdoms

Die Fassade des Petersdoms in Rom wurde von Carlo Maderno in den Jahren 1607 bis 1615 errichtet. Sie ist 114,69 Meter breit und 45,44 Meter hoch. Gigantische Säulen rahmen drei hohe Portale ein, zwei kleinere Portale und die loggia delle benedizioni. Dies ist die Loggia der Segnungen, von der aus der neue Papst verkündet wird und zu Weihnachten und Ostern der Segen Urbi et Orbi gespendet wird.

Ausgang Petersdom zum Petersplatz

Die Portale sind heute aufgeteilt, um die Besucherströme besser zu kanalisieren. Durch das rechte Portal geht es zur Kuppel des Petersdom, durch das mittlere Portal zur Basilika und links ist der Ausgang. Vor der Fassade, am Treppenaufgang zur Basilika, befinden sich die Statuen der Heiligen Petrus (links) und Paulus (rechts) mit ihren Insignien, dem Schlüssel und dem Schwert. Die Fassade schließt auf der Oberseite ab mit 13 Figuren, die rund die 5,70 Meter hoch sind. Sie stellen Jesus dar, Johannes den Täufer und 11 der 12 Apostel, da Petrus fehlt.

Frontansicht Petersdom

An den Seiten der Fassade befinden sich zwei Uhren des römischen Architekten Giuseppe Valadier, geschaffen im Jahr 1785. Die linke Uhr “l’orologio oltremontano” zeigt die aktuelle Zeit an, während die rechte Uhr “l’orologio italiano” eine falsche Zeit anzeigt. Vielfach wird gesagt, sie zeige nach dem alten italischen System die Zeit bis zum nächsten Sonnenuntergang an, aber das stimmt nicht! Die Uhr geht einfach falsch! Ich habe die Uhr lange beobachtet und herumgerechnet. Dann habe ich bei Radio Vatikan nachgefragt und die Antwort erhalten, die Uhr zeige absichtlich eine falsche Zeit an, damit der Teufel nicht rechtzeitig zum Gottesdienst komme. Das ist eine alte Volksweisheit, die mir nun von Radio Vatikan bestätigt wurde.

Unter der Uhr “Oltremontano” befindet sich das Glockenhaus mit sechs Glocken. Die größte stammt aus dem Jahr 1785 und ist von Valadier, über ihr sind zwei kleinere Glocken sichtbar. Dahinter befinden sich drei weitere Glocken, die älteste, la “Rota” stammt aus dem 13. Jahrhundert.

2. Petersdom Rom: Der Säulengang

Hinter dem Eingang befindet sich eine Eingangshalle – ein Portikus – die sich über die gesamte Breite der Fassade erstreckt. Auf der linken Seite befindet sich ein Reiterstandbild Karls des Großen, der hier im Jahr 800 in der alten Kirche zum Kaiser gekrönt wurde. Es wurde von Cornacchini im Jahr 1725 geschaffen. Das rechte Reiterstandbild ist von Bernini. Es zeigt Kaiser Konstantin, der das Christentum zur römischen Staatsreligion machte und ihr als Pontifex Maximus vorstand. Ob er selber Christ wurde ist umstritten, aber in der orthodoxen Kirche wird er als Heiliger verehrt.

Heilige Pforte Petersdom Rom

Auf der Rückseite der Eingangshalle führen fünf Portale in den Petersdom. Ganz links befindet sich das Todesportal aus dem Jahr 1964. Hier kommen die Leichenzüge der Päpste heraus. Rechts daneben befindet sich das Portal des Guten und des Bösen aus dem Jahr 1977. Das mittlere Portal stammt noch aus der alten Basilika und wurde vom toskanischen Bildhauer Filarete in den Jahren 1439 bis 1445 hergestellt. Rechts daneben befindet sich das Portal der Sakramente aus dem Jahr 1965, durch das man zur Zeit in den Petersdom hineingeht, und rechts außen die “Porta Santa”, die heilige Pforte, aus dem Jahr 1950, durch die man in den Jubeljahren in den Petersdom gelangt. Das nächste Jubeljahr, auch “Heiliges Jahr” genannt, ist im Jahr 2025.

3. Petersdom Rom: Der Petersdom in Zahlen

Der Architekt des Petersdom in Rom ist nicht ganz so leicht zu bestimmen, da im Laufe der Jahrhunderte mehrere Architekten und Bauleiter zugange gewesen sind. Hierzu zählen unter anderem Donato Bramante, nach seinem Tod übernahmen Raffael, da Sangallo und Giocondo, später arbeiteten Peruzzi, Buonarroti und Ligorio, Barozzi da Vignola als Bauleiter sowie danach Maderno und Bernini. Im letzten Abschnitt des Textes findet ihr zur Frage, wer der Architekt des Petersdom gewesen ist, weitere Infos.

  • 64: Beerdigung des hingerichteten Apostels Petrus in den Horti di Agrippina, neben dem Zirkus des Nero
  • 160: Errichtung einer doppelten Kapelle am Grab des Apostels Petrus
  • 319-333: Errichtung der fünfschiffigen Basilika des Konstantin auf der Nekropole außerhalb des Zirkus des Nero, Größe der alten Petersbasilika: 119×63 m, Höhe 37 m
  • 1452-55 Abriss der alten Basilika nach einem verheerenden Brand
  • 1506-1626 Neubau der Petersbasilika und Einweihung am 26.11.1626 (Petersdom Rom Baujahr)
  • 1490 Aufstellung des rechten, nördlichen, Brunnens, der vom antiken Aquädukt Acqua Paola versorgt wird.
  • 1586 Aufstellung des Obelisken auf Veranlassung von Papst Sixtus V. Zuvor befand er sich im danebenliegenden Zirkus des Nero, in den er im Jahr 40 aus Heliopolis in Ägypten transportiert wurde. Der Obelisk besteht aus rotem Granit und hat eine Höhe von 25,5 Meter und eine Gesamthöhe mit Sockel und Kreuz von fast 40 m und ein Gewicht von rund 330 Tonnen
  • 1614 Anpassung des Platzes durch Carlo Maderno an die neue Basilika und Umbau des Brunnens
  • 1656-67: Definitive Umgestaltung des Petersplatzes durch Bernini, Versetzung des antiken Brunnens, der Platz ist 320 Meter tief und hat einen Durchmesser von 240 Meter, der Säulengang des Bernini (Kolonnade) besteht aus 284 Säulen und 88 Pfeilern, angeordnet in vier Reihen, mit 140 Heiligenfiguren mit einer Höhe von 3,20 Meter auf der Brüstung
  • 1675: Errichtung eines zweiten Brunnens südlich vom Obelisk

3. Petersdom Rom: Die Größe des Petersdom in Rom

Diese Daten geben euch einen Überblick zu der Größe des Petersdom im Detail:

  • Umbaute Fläche: 20.139 m²
  • Begehbare Fläche: 15.160 m²
  • Interne Länge: 186,3 m
  • Transept: 137,85 m
  • Breite des Schiffs am Eingang: 25,7 m
  • Breite des Schiffs am Transept: 23 m
  • Länge des Schiffs: 98 m
  • Höhe des Schiffs: 45,5 m (Petersdom Rom Höhe)
  • Breite des Transepts: 154 m

Zum Zweck der Realisierung der Grotten ist der Boden gegenüber der alten Basilika um 3,2 Meter höher.

Auch die Kuppel des Petersdom in Rom hat interessante Maße:

  • Innerer Durchmesser: 41,5 m
  • Äußerer Durchmesser: 58,9 m
  • Gewicht: geschätzt 14.000 t
  • Höhe der Laterne der Kuppel vom Boden: 117,57 m
  • Höhe des Kreuzes der Kuppel vom Boden: 133,3 m

4. Petersdom Rom: Der Innenraum

Gleich hinter dem Eingang in der ersten Kapelle auf der rechten Seite befindet sich Michelangelos Pietà aus dem Jahr 1499. Im Jahr 1972 wurde sie durch einen verrückten Angriff beschädigt und ist seitdem durch eine Glasfront geschützt.

Michelangelo Pieta Rom

Wendet man sich nun dem Hauptschiff zu, kann man die enormen Ausmaße dieses Bauwerks bewundern. Die fast zwei Meter hohen Weihwasserbecken wurden von Alberto Cornacchini (1722-1725) erstellt. Die Heiligenfiguren in den unteren Nischen haben eine Höhe von 4,5 Meter, in den oberen Nischen sind es 5,5 Meter. Vor dem mittleren Portal ist eine rote Porphyrscheibe in den Boden eingelassen. Auf ihr soll Karl der Große im Jahr 800 zum Kaiser gekrönt worden sein. Karl der Große soll übrigens damals auch den Campo Santo Teutonico begründet haben.

Campo Teutonico Deutscher Friedhof Vatikan

Die erste Kapelle auf der linken Seite ist die Taufkapelle. Hier wird zu Weihnachten auch eine Krippe aufgestellt. Das Hauptschiff ist durch drei robuste Pfeilern auf jeder Seite unterteilt, die vier Bögen mit einer Höhe von 23 Metern und einer Weite von 13 Metern tragen. Das Hauptschiff alleine bedeckt eine Grundfläche von rund 2.500 m².

Petersdom Innen

Im Zentrum des Hauptschiffs sind im Boden die Namen der größten Kirchen der Welt eingraviert mit ihrer Länge. Darunter befinden sich auch der Kölner Dom und der Dom von Speyer. Durch Luftschlitze kann man in die Grotten vom Petersdom hinuntersehen. Am frühen Morgen, wenn in den Grotten Messen abgehalten werden, hört man den Gesang der Gläubigen heraufhallen.

Petrus Petersdom Rom

Vom letzten Bogen aus nach links sieht man den Eingang zur Sakristei und zur Schatzkammer. Am Ende des Hauptschiffs auf der rechten Seite befindet sich die Bronzestatue des heiligen Petrus. Im Geviert unter der Kuppel erhebt sich der Papstaltar, unter dem der heilige Petrus bestattet sein soll. An den Pfeilern des Gevierts, die die Kuppel tragen, befinden sich die Treppen, die zu den Grotten des Petersdom hinunterführen.

Baldachin Petersdom Rom

Hinter dem Geviert befindet sich der Chor mit dem von Bernini geschaffenen Altar und der Cathedra Petri. In diesem stilisierten Thron befindliche Reliquie soll der Lehrstuhl des heiligen Petrus sein – daher der Name. Darüber leuchtet der Heilige Geist als Taube in einem Fenster aus Alabaster auf die Szene herab.

5. Petersdom Rom Altar: Der Papstaltar im Petersdom in Rom

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Unter der Kuppel des Petersdom erhebt sich der monumentale Baldachin des heiligen Petrus. Diese von Bernini in den Jahren 1624 bis 1633 realisierte Arbeit ist eine Mischung aus Skulptur und Architektur. Der Baldachin ist 28,5 Meter hoch. Böse Zungen behaupteten, dass die Bronze aus dem Pantheon entnommen wurde und es gab den Spruch “was die Barbaren nicht machten, machten die Barberini”. Der Autor dieser üblen Nachrede wurde identifiziert und musste sich bei Papst Urban VIII, aus der Familie der Barberini, entschuldigen. Tatsächlich wurde Bronze aus dem Pantheon eingeschmolzen, sie diente aber dem Guss von Kanonen für die Engelsburg.

Die gewundenen 11 Meter hohen Säulen sind den Säulen der Pergola der alten Petersbasilika nachempfunden, die in der christlichen Architektur der ersten Jahrhunderte den liturgischen Raum des Chors vom Rest der Kirche trennte. Die gewundene Form der Säulen soll ihren Ursprung in den Säulen des Tempels des Salomon haben.

Unter dem Baldachin befindet sich der um sieben Stufen erhöhte Altar, der nur vom Papst oder einem von ihm ernannten Vertreter verwendet werden darf. Er ist aus dem Zentrum der Kuppel in Richtung Chor verschoben. Vor dem Altar befindet sich der Confessio, der Andachtsraum vor dem Grab, in dem der heilige Petrus bestattet sein soll. Der Confessio liegt wie die Grotten auf dem Niveau des alten Petersdom.

6. Petersdom Rom Kuppel: Die Kuppel des Petersdom in Rom

Oberhalb des Papstaltars erhebt sich die Petersdom Kuppel. Sie wurde von Michelangelo entworfen, aber er erlebte ihre Fertigstellung nicht mehr.

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Die Kuppel besteht aus einer tragenden Innenschale aus Ziegeln und einer schützenden Außenschale. Zwischen den Schalen ist sie begehbar. Vom Dach des Petersdom bis zur Aussichtsplattform sind es 320 Stufen und auf einem anderen Weg geht es wieder hinunter. Wer unter Platzangst leidet, sollte auf den Aufstieg verzichten. Je weiter es nach oben geht, desto enger wird es und man kann nicht umkehren! Bei gutem Wetter ist die Aussichtsplattform einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt Rom.

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Das Gewicht der Kuppel von geschätzten 14.000 Tonnen ruht auf einem von Michelangelo errichteten Zylinder, der von außen durch 16 Doppelsäulen erkennbar ist. Vier riesige Pfeiler mit einem Umfang von 71 m tragen die ganze Struktur. Wenn ihr die Kuppel vom Petersdom besuchen wollt, könnt ihr euch meinen Artikel zum Besuch der Petersdom Kuppel durchlesen und erfahren, warum sich ihr Besuch mehr als lohnt!

Petersdom Rom Kuppel: Tickets für den Besuch der Kuppel des Petersdom

Die Tickets für die Kuppel des Petersdom könnt ihr vorab im Internet bestellen und so eventuelle Wartezeiten meiden. Tickets für die Petersdom Kuppel gibt es unter anderem hier:

7. Petersdom Rom: Die Grotten im Petersdom in Rom

Mit etwas Glück kann man auch die Grotten des Petersdom von Rom besichtigen. Es gibt für die Grotten zwar regulär publizierte Öffnungszeiten, aber wenn in den Grotten Messfeiern stattfinden, wir einem der Zugang verwehrt. So ist es sehr unwahrscheinlich, dass man vor 10 Uhr vormittags in die Grotten heruntergelassen wird.

Kuppel Petersdom Eingang

Die Grotten befinden sich auf der Ebene der alten Petersbasilika, 3,20 Meter unter dem Boden des aktuellen Petersdoms. Hier sind viele Päpste bestattet, auch das Grab des heiligen Petrus gehört dazu. Entsprechend kunstvoll sind die Grotten ausgestattet. Sie sind eigentlich eine große Krypta und eine Erinnerung an die alte Basilika des Konstantin. In ihnen befinden sich etlichen Kapellen. Der Eingang zu den Grotten ist üblicherweise an einem der vier Pfeiler gestattet, die die Kuppel tragen, der Ausgang (siehe Bild) befindet sich gegenüber der Kasse für den Aufstieg zur Kuppel.

8. Petersdom Rom: Die Nekropole

Unter den Grotten befindet sich die Nekropole, die Totenstadt. Sie liegt rund 10 Meter unter dem Boden des heutigen Petersdoms und stammt aus den Anfängen des 1. Jahrhunderts nach Christus. Wie es in Rom Vorschrift war, wurden die Toten außerhalb der Stadtmauern bestattet. Die Nekropole unter dem Petersdom wurde seinerzeit am Rande der Rennbahn des Caligula angelegt, die im Jahr 37 errichtet wurde. Später hieß die Rennbahn dann Circus des Nero. Zu dem Gräberfeld gehörte auch das Mausoleum des Hadrian, das heute zur Engelsburg geworden ist.

Innenansicht Petersdom Rom

Im Circus soll der Apostel Petrus hingerichtet und in der Nekropole beigesetzt worden sein. Wie es damals üblich war, ließen sich seine Anhänger um das Grab des Petrus herum beisetzen und im Jahr 160 wurde dann die erste Kapelle errichtet. Später wurde darüber die Basilika des Konstantin errichtet – der alte Petersdom – und ab dem Jahr 1506 dann die neue Kirche.

Petersdom am Morgen

Die Nekropole wurde verschüttet, als Kaiser Konstantin das Gelände für den Bau der Basilika ebnen ließ. Im Jahr 1939 begannen Ausgrabungen, die die Nekropole wieder zu Vorschein brachten und im Jahr 1998 begannen Restaurierungsarbeiten. Die Nekropole im Petersdom kann heute in kleinen Gruppen besichtigt werden, jedoch nur nach Terminreservierung.

Der Petersdom in Rom: Geschichtliche Infos zur alten Basilika

Petersdom: Infos zur früheren Kirche
  • Nachdem den Christen durch das Edikt von Mailand im Jahr 313 durch Kaiser Konstantin die Freiheit zur Religionsausübung zuerkannt wurde, bekam der Glauben immer größeren Zulauf. Es ergab sich daher die Notwendigkeit zur Errichtung einer größeren Kultstätte um die Menge der Gläubigen zu fassen und die rituellen Handlungen und Prozessionen zu kanalisieren.
  • Die erste monumentale Kirche war die Basilika des heiligen Johann im Lateran. Sie war ein fünfschiffiges Bauwerk und diente als Standard für nachfolgende Bauwerke. So wurden auch die Basilika des Konstantin auf dem Vatikanshügel, die Geburtskirche in Bethlehem und die Grabeskirche in Jerusalem fünfschiffig errichtet.
  • Eine gute Vorstellung davon, wie die alte Petersbasilika aussah, bekommt man in der Basilika des heiligen Paulus vor den Mauern. Die alte Basilika hatte eine Fassade mit vier Portalen, war jedoch viel kleiner als die heutige Basilika.
  • Die Basilika verfiel zusehends und nach einem verheerenden Brand, der möglicherweise nicht ganz ohne Absicht entstand, wurde sie im 15. Jahrhundert abgerissen.

Der Petersdom in Rom: Interessante Fakten zum Neubau

Petersdom: Infos zum Neubau des Petersdom
  • Im Jahr 1377, nach einer Vakanz von 5 Jahren, kam das Papsttum aus Avignon zurück nach Rom und der Vatikan wurde wieder zur offiziellen Residenz der Päpste. Schon damals war die alte Basilika in einem schlechten Zustand und es wurde immer schlimmer.
  • Im Lauf ihrer tausendjährigen Geschichte wurde die Basilika zwar immer wieder renoviert und verschönert, aber nach einem verheerenden Brand im 15. Jahrhundert entschloss sich Papst Nikolaus V zu einer grundlegenden Restrukturierung und beauftragte den Künstler Bernardo Rossellino mit der Projektierung der neuen Kirche.
  • Als Nikolaus V starb, war die alte Basilika gerade erst abgerissen und die Arbeiten wurden unterbrochen. Papst Julius II nahm im Jahr 1506 die Arbeiten wieder auf, die im Prinzip den Neuaufbau der alten Kirche vorsahen. Den Auftrag erhielt der Baumeister Donato Bramante, der den zentralen Teil der alten Kirche endgültig abriss. Bramante plante den Dom als Zentralbau mit Kuppel über einem quadratischen Kreuz.
  • Nach seinem Tod im Jahr 1511 wurden drei Architekten beauftragt, Raffaello, Fra Giacomo da Verona und Sangallo. Da sie zu dem Schluss kamen, dass der Bau mit dem quadratischen Kreuz zu klein würde, entschlossen sie sich dazu, ein längeres Schiff zu planen.
  • Als letzter der drei starb Sangallo im Jahr 1546 und der Auftrag ging an Michelangelo. Sein Versuch, zum Bau eines quadratischen Kreuzes zurückzukehren, wurde verworfen. Seine Arbeiten sind vor allem im Chor und im Projekt der Kuppel zu erkennen. Auch er starb vor der Fertigstellung der Arbeiten.
  • Michelangelo nahm sich die Kuppel des Brunelleschi von Santa Maria Maggiore in Florenz zum Vorbild. Die Arbeiten wurden durch die noch heute bestehende Fabrik des Petersdom durchgeführt.
  • Auf Michelangelo folgten weitere Baumeister. Im Jahr 1602 wurde Carlo Maderno der Direktor der Fabrik des Petersdoms. Im Jahr 1606 wurde das Schiff der alten Basilika endgültig abgerissen und von 1607 bis 1615 baute Maderno das neue Kirchenschiff. Maderno erhielt auch den Auftrag zur Errichtung der Fassade, in der er das Projekt Michelangelos umsetzte.
  • In der Folge gab es Pläne zum Bau von Türmen und es wurde ein Uhrenturm gebaut, der später wieder abgerissen wurde, um Platz für das Projekt des Bernini zu schaffen.

Die Basilika wurde im Jahr 1626 von Urban VIII endgültig eingeweiht. Bei seinem Tod im Jahr 1629 war Maderno der stärkste Vertreter des frühen Barock. Ihm folgten Gian Lorenzo Bernini, Francesco Borromini und Pietro da Cortona, die den Barock in Rom zu seiner Blüte führten. Benini wurde der Nachfolger von Maderno im Bau der Basilika. Obwohl ein Großteil der Arbeiten bereits erledigt war, brauchte er ein weiteres halbes Jahrhundert für Verschönerungen und für die Gestaltung des Petersplatzes.

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